Schädlingslexikon

Zwergfledermaus

Pipistrellus pipistrellus

Aussehen

Pipestrelle Bat Image
  • Die Größe der Zwergfledermaus beträgt 35 bis 45 mm. Ihr Gewicht liegt bei 3 bis 9 Gramm.
  • Die Vorderarme der Zwergfledermaus sind zwischen 30 und 35 mm lang. Die Flügelspanne beträgt zwischen 200 und 250 mm.
  • Ihre Fellfarbe ist rotbraun bis dunkelbraun, die Unterseite gelbbraun bis graubraun.
  • Die Zwergfledermaus hat einen kleinen Körper mit kurzen Hinterbeinen und kurzen, breiten Ohren.
  • Sie gehört zur Familie der Plattnasen und ist die am weitesten verbreitete Fledermausart Europas. Sie tritt jedoch auch in Nordafrika und Asien auf.

Fortpflanzung

  • Zwergfledermäuse paaren sich im Herbst, kurze Zeit bevor sie in den Winterschlaf fallen. Der Samen wird über 7 bis 8 Monate gespeichert bevor die Befruchtung stattfindet und die Tragzeit beginnt.
  • Zwischen Mai und Juni kommt üblicherweise nur ein einziges Junges zur Welt.
  • Die Jungen sind winzig klein und für ungefähr eine Woche blind und unbehaart. Sie sind auf Wärme angewiesen, um sich entwickeln und wachsen zu können.
  • Der Zwergfledermaus-Nachwuchs lebt auf dem Rücken der Mutter und wird von ihr zwischen 3 und 6 Wochen gesäugt. Sobald die jungen Fledermäuse fliegen können, jagen sie selbstständig.
  • Zwergfledermäuse können bis zu 16 Jahre alt werden.

Lebensweise

  • Fledermäuse sind die einzigen Säugetiere, die fliegen können.
  • Zwergfledermäuse leben in Kolonien. Während des Sommers sind sie häufig in Bäumen oder in Gebäuden anzutreffen, wo sie durch Spalten Zugriff haben. Dabei reicht eine Spaltenbreite von nur 13 mm. Zwergfledermäuse bevorzugen Dachgesimse oder auch Felsspalten.
  • Zwergfledermäuse verringern ihre Nahrungsaufnahme bevor sie sich in den Winterschlaf zurückziehen. Sie überwintern sowohl in Gebäuden als auch in Bäumen.
  • Zwergfledermäuse ernähren sich von Florfliegen, Motten, Moskitos und Stechmücken. Sie spüren diese an Wasseroberflächen, in Sümpfen, in Waldgegenden oder auch Stadtgebieten auf.
  • Sie verlassen ihr Quartier kurz nach Sonnenuntergang und verbringen die Nacht mit der Nahrungssuche.
  • Zwergfledermäuse beschädigen die Gebäude in denen sie sich aufhalten nicht. Die einzige Beeinträchtigung entsteht durch die Ablagerung ihres Kots.
  • Fledermäuse sind nicht gefährlich. Gleich anderen Wildtieren, verteidigen sie sich nur, wenn sie sich angegriffen oder bedroht fühlen.
  • Zwergfledermäuse stehen in Deutschland unter Naturschutz. Es ist daher strafbar, die Brutstätten zu zerstören oder ihnen den Zugang zu versperren.